Chronologie

Bankstelle Kirchberg

1888:
Am 9. Dezember wird von Anton Flecksberger eine Proponentenversammlung einberufen und Jakob Daxer zum ersten Zahlmeister ernannt. Am 27. Dezember findet die erste Generalversammlung statt, wobei von 53 Mitgliedern Tobias Sieberer zum Obmann gewählt wird.

1889:
Am 22. Jänner wird der "Spar- und Darlehenskassen Verein für Kirchberg in Tirol" als reg. Genossenschaft mit beschränkter Haftung beim k.k. Landesgericht Innsbruck eingetragen. als Geschäftslokal dient eine Stube im Haus des Zahlmeisters beim Bechlwirt und ein Zimmer beim Pöllnwirt - Hotel Daxer.

1889:
Nach dem Tod des bisherigen Obmannes wird Ulrich Aufschnaiter in diese Funktion gewählt.

1900:
Nach einer Statutenänderung dürfen nun auch juristische Personen Mitglieder der Kasse sein. Ein Kredit von 24.000 Kronen wird zur Errichtung eines Schulhauses an die Gemeinde vergeben.

1905:
Für das Vorjahr wird der bisher höchste Reingewinn von 1.398,31 Kronen ausgewiesen. Der Zinsfuß wird von 3,5 auf 3,75 % erhöht. Überschüssige Gelder werden bei der Stadtsparkasse Kitzbühel angelegt.

1909:
Es wird ein Mitgliederstand von 185 erreicht.

1912:
Nach dem Rücktritt des bisherigen Obmannes wird Paul Schipflinger per "Akklamation" zum neuen Vorsitzenden des Vorstands gewählt.

1913:
Die Wahl wird mit Stimmzetteln wiederholt und bringt ein Ergebnis von 63:2 Stimmen für Schipflinger. Der Zinsfuß für Darlehen beträgt 5 %, jener für kurzfristige Kredite 4,25 %.

1914:
Beginn des ersten Weltkrieges. Als Folge der kriegwirtschaftlich bedingten Verknappung von Konsum- und Investitionsgütern beginnen die Spareinlagen zu steigen und die Darlehen zu stagnieren.

1915:
Der Gemeinde wird eine weiterer Kredit in der Höhe von 6.000 Kronen gewährt.

1916:
Der ständige Anstieg der Spareinlagen führt zu einer Rücknahme des Zinsfußes auf 4 % bzw. 3,25 %.

1918:
Es werden 10.000 Kronen für die 8. Kriegsanleihe gezeichnet. Im November geht der Krieg zu Ende, bald setzt eine starke Konsumnachfrage ein, welche die Inflation anheizt.

1921:
Der Gemeinde wird ein Darlehen von 1,5 Mio. Kronen eingeräumt. Es wird beschlossen, dem Raiffeisenverband Innsbruck beizutreten.

1923:
Die inflationäre Dynamik kommt voll in Gang, was auch in den Büchern der Raika Kirchberg seinen Niederschlag findet. Ansteigen der Sparzinsen auf 10 %, der Darlehenszinsen auf 13 %. Es wird beschlossen, dem neuen Genossenschaftsverband beizutreten.

1924:
Der Nationalrat in Wien beschließt die Einführung der neuen Schilling-Währung, Umtauschverhältnis zur Krone 1:10.000. Einführung des Postscheckverkehrs.

1926:
Genehmigung der Goldschillingeröffnungsbilanz per 1. Jänner. Beitrittsgebühr nunmehr 4 Schilling (= 40.000 Kronen).

1928:
Für 1927 wird ein Reingewinn von 560,62 Schilling erzielt. Der Gemeinde Kirchberg wird zum Bau der Brixentaler Straße ein Darlehen von 18.000 Schilling gewährt.

1937:
Die Bevölkerung hat wieder Vertrauen in die neue Währung gefaßt. Die Spareinlagen steigen seit 1926 kontinuierlich an. Die Zinssätze betragen für Spareinlagen 3 %, für Darlehen 4,75 %.

1938:
Anschluß an das Deutsche Reich. Umstellung von Schilling auf Reichsmark im Verhältnis 1,5:1. Sowohl der Vorstand, als auch der Aufsichtsrat werden neu gewählt. Neuer Obmann wird Jakob Daxer, neuer Aufsichtsratvorsitzender Franz Mauracher.

1939:
Beitritt zur neugegründete Bezugs- und Absatzgenossenschaft Kitzbühel. Für 185 Mitglieder werden Geschäftsanteile zu je 10 RM gezeichnet. Im September beginnt der zweite Weltkrieg.

1943:
Die Geschäftsanteile werden auf 50 RM erhöht. Am Bahnhof wird ein Lagerschuppen errichtet. Wegen des Verwandtschaftsverhältnisses zwischen Obmann und Zahlmeister werden Neuwahlen abgehalten. Neuer Obmann wird der bisherige Aufsichtsratvorsitzende Franz Mauracher.

1945:
Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Neuwahl erbrachte als Obmann Jakob Daxer und als Aufsichtsratvorsitzenden Georg Oberlechner.

1947:
Die Chronik zählt 189 Mitglieder. Diese gedenken dem letzten Gründungsmitglied Sebastian Hochkogler.

1950:
Es wird beschlossen, das 1949 angekaufte Brückenkrämerhaus auszubauen und ein neues Magazin am Bahnhof zu errichten.

1954:
Es werden 254 Mitglieder gezählt. Zum neuen Obmann wird Bürgermeister Herbert Paufler gewählt. Weiters wird die Umwandlung des Spar- und Darlehensvereins in die Raiffeisenbank Kirchberg in Tirol, reg. Gen. mit unbeschränkter Haftung beschlossen.

1960:
Der Kirchberger Bergbahn Gesellschaft wird ein Kredit in Höhe von S 770.000 genehmigt. Vorstand und Aufsichtsratvorsitzender haften persönlich für die Einbringlichkeit.

1968:
Am 22. September wird das neue Kassengebäude - früher Metzgerstall - eingeweiht und eröffnet. Die Jubiläumsversammlung findet beim Bechlwirt, die Festsitzung im "Rößl" statt.

1976:
Anstelle des verstorbenen Obmanns Bürgermeister Paufler wird Alois Krimbacher gewählt.

1977:
Umwandlung des Firmenwortlautes in reg. Genossenschaft mit beschränkter Haftung. Der neue Bürgermeister Herbert Noichl übernimmt nunmehr die Obmannfunktion. Das neue Lagerhaus wird seiner Bestimmung übergeben.

1979:
Eröffnung der Filiale Mahlhausen.

1981:
Die Umstellung der Buchhaltung auf EDV wird abgeschlossen. Das neue Kreditwesengesetz erfordert zwei Geschäftsleiter - neben der bisherigen Zahlmeisterin Sophie Mauracher wird Josef Meindl zum zweiten Geschäftsleiter bestellt.

1985:
Nach Pensionierung der langjährigen, verdienten Geschäftsleiterin Sophie Mauracher wird Alfred Bayr zweiter Geschäftsleiter.

1988:
Die Ausweitung des Geschäftsumfanges macht einen Neubau notwendig. Am 23. Oktober wurde das neuerrichtete Haus als modernstes Bankgebäude Österreichs eingeweiht und feierlich eröffnet. Im Dezember wird das 100-jährige Bestandsjubiläum der Raiffeisenbank Kirchberg gefeiert.

1999:
Umbau des gesamten Schalterbereiches. Die Raiba Kirchberg wird zu einer Raiffeisen-Service-Bank. Die Filiale Malhausen wurde geschlossen.

2002:
Umgestaltung des ersten Stockes. Somit entstanden noch mehr Betreuerbüros für die ungestörte Kundenberatung.