Raiffeisen ELBA-internet

Hier anmelden
Nur ein Login für alle Online-Services:
  • Online Banking
  • Wertpapier-Services
  • Persönliche Mailbox
  • Online Sparen
  • und vieles mehr

Anlageinformation zurück

OKTOBER 2011

Die europäische Schuldenkrise – noch keine Lösung in Sicht

Ende 2009 begannen die Finanzmärkte, die Zahlungsfähigkeit Griechenlands ernsthaft zu hinterfragen. Keine zwei Jahre später und trotz etlicher hundert Milliarden Euro an Hilfszusagen, Anleihekäufen, Kreditlinien und Rettungsfonds sind neben den Griechen auch Portugal, Irland, Spanien und Italien von der Refinanzierung am Kapitalmarkt abgeschnitten oder stehen unmittelbar davor. Und schon wird auch die Gesundheit der französischen Staatsfinanzen angezweifelt.

Es ist absehbar, dass früher oder später auch Deutschland als stärkstes Land Europas ins Visier genommen wird. Denn neben allen Unterschieden in der Wirtschaftsleistung leiden letztlich nahezu alle Länder der Euro-Zone unter ähnlichen Problemen: Die Staatsschulden sind zu hoch und die Leistungszusagen in den Pensions- und Gesundheitssystemen für die kommenden Jahrzehnte sind aus heutiger Sicht unbezahlbar. Zu allem Überfluss sind Europa und sein Bankensystem noch von der Krise 2008/2009 geschwächt und etwaige Sparmaßnahmen drohen viele Länder in schwere Rezessionen zu stürzen.

Gibt es doch Lösungsmöglichkeiten?

Die bisherigen Versuche der Politik, die Ausweitung der Schuldenkrise mit immer neuen, aber dennoch begrenzten Garantiezusagen zu verhindern und Zeit zu erkaufen, sind offenkundig gescheitert. Auch wenn es bei der Einführung des Euro nicht geplant und nicht gewollt war, bleibt am Ende vermutlich nur eine Lösungsmöglichkeit, um ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone zu verhindern: gemeinsame Euro-Bonds aller Mitgliedsländer und zugleich eine Art Fiskalunion – also eine gemeinsame oder zumindest sehr eng koordinierte Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik.

Diese Euro-Bonds wären allerdings in erster Linie durch die Wirtschaftskraft Deutschlands gedeckt. Daher ist es alles andere als sicher, dass sie in Deutschland politisch und juristisch überhaupt durchsetzbar wären. Und ob die anderen Euro-Staaten mit ihren historisch gewachsenen Vorbehalten gegenüber der Bundesrepublik eine solche Lösung akzeptieren können, ist mindestens genauso fraglich. Es wäre nämlich fast unvermeidlich, dass Deutschland im Gegenzug die Regeln einer solchen Fiskalunion weitgehend bestimmt. Zu diesen wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten kommen die „üblichen“ Unbekannten wie Inflations- und Zinsentwicklung hinzu.

 

Flexibilität bewahren und das Kapital streuen!

Oben geschilderte Situation stellt jeden Anleger vor große Herausforderungen. Da sich derzeit nicht vorhersagen lässt, welche Szenarien Wirklichkeit werden, ist es wichtig, in der Kapitalveranlagung Flexibilität zu bewahren. Neben einer ausreichenden Bargeldreserve (Festgeld oder Sparbuch) kommen Unternehmensanleihen mit hoher Bonität und Staatsanleihen bzw. Währungen von fundamental gesunden Staaten in Frage.

Sachwerte wie Aktien und Immobilien sollten langfristig ebenfalls Berücksichtigung finden, vor allem weil sie einen gewissen Schutz gegen mögliche Inflationsanstiege bieten. Denn es ist durchaus vorstellbar, dass die Regierenden in den kommenden Jahrzehnten versuchen könnten, die hohen Staatsschulden zumindest teilweise „wegzuinflationieren“.

Neben selbstgenutzten Wohnimmobilien bieten sich diesbezüglich offene Immobilienfonds an. Viele Aktien sind nach den kräftigen Kursverlusten teilweise sehr günstig bewertet. Sollte es wider Erwarten in ganz Europa bzw. weltweit zu einer Rezession kommen, könnten die Kurse allerdings wieder nach unten korrigieren. Langfristig ist das Ertragspotenzial für Aktien unabhängig davon weiterhin sehr gut, vor allem für solide Qualitätsunternehmen, deren Produkte weltweit stark gefragt sind.

Eine Sonderstellung nimmt Gold ein. Es ist in erster Linie als Währung zu sehen, deren Besitz keine Zinserträge bringt und deren sichere Verwahrung Geld kostet. Bei niedrigen oder gar negativen Realzinsen – wie sie derzeit und wohl noch auf absehbare Zeit in der Euro-Zone und den USA vorherrschen werden – fällt der Zinsnachteil weitgehend weg, und Gold gewinnt stark an Attraktivität.

Entgegen vielen Mythen ist Gold keineswegs ein Inflationsgewinner und kann daher nur bedingt als Inflationsschutz fungieren. Die Stärke dieses Edelmetalls liegt vielmehr darin, dass es nach wie vor überall auf der Welt als Währung anerkannt ist und nicht beliebig von Notenbanken vermehrt werden kann. Es stellt damit – vor allem in physischer Form (Münzen, Barren) – eine der wenigen echten Versicherungen gegen Hyperinflation und Währungs-zusammenbrüche dar.

Gold ist somit keine klassische „Geldanlage“, sondern sollte eher als Notfallversicherung behandelt und nur dementsprechend im gesamten Portfolio gewichtet werden.

 

Unser Anlagetipp: Raiffeisen-Immobilienfonds*

Mit dem Raiffeisen-Immobilienfonds können Sie sich auch schon mit verhältnismäßig kleinen Beträgen an Immobilien beteiligen. Als Anlageziel stehen regelmäßige Erträge durch den Zufluss von Mieteinnahmen im Vordergrund. Es wird langfristig ein Wertzuwachs angestrebt, wobei es aber durch die transparente und marktnahe Darstellung der Immobilienverkehrswerte im Fonds zwischenzeitig zu einer gewissen Volatilität kommen kann.

Bei der Auswahl der Vermögenswerte für den Immobilienfonds stehen deren nachhaltige Ertragskraft sowie eine Streuung nach Lage, Größe, Nutzung und Mietern im Vordergrund. Der Immobilienfonds investiert schwerpunktmäßig in Büro- und Logistikobjekte in entwickelten und liquiden Märkten, der Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Hauptaugenmerk liegt derzeit auf den Ländern Deutschland, Niederlande, Frankreich und Polen.

   downloadaktuelle Anlageinformation

Für eine umfangreiche Beratung stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne (auch außerhalb der Banköffnungszeiten nach Terminvereinbarung) zur Verfügung! Wir bieten sowohl attraktive Anlagemöglichkeiten als auch optimale Informationen zu steuerlichen Themen.

Auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen würden sich unsere Anlageberater sehr freuen:

Klaus Hörl Bankstelle Aurach Tel.: 05356/65845-44 250
Prok. Alois Pletzer Bankstelle Vorderstadt Tel.: 05356/6960-44 120
Prok. Manfred Jöchl Bankstelle im Gries Tel.: 05356/6960-44 160
Herbert Leitner Bankstelle Reith Tel.: 05356/65448-44 200
Prok. Georg Schipflinger Bankstelle Jochberg Tel.: 05355/5315-44 410
Roland Eigner Bankstelle Kirchberg

Tel.: 05357/2219-44 333

Albert Wallner Bankstelle Kirchberg Tel.: 05357/2219-44 323
     
Prok. Josef Hirzinger Raiffeisen Bank Going Tel.: 05358/2078-44 520
Dir. Siegfried Aigner Raiffeisen Bank Going Tel.: 05358/2078-44 500
Josef Adelsberger Raiffeisen Bank Going Tel.: 05358/2078-44 530

 

Die in dieser Anlageinformation enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen dienen, trotz sorgfältiger Recherchen, lediglich der unverbindlichen Information unserer Kunden und basieren auf dem Wissenstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung betrauten Personen zum Redaktionsschluss. Diese Anlageinformation kann die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren oder für Veranlagungen nicht ersetzen. Wenden Sie sich diesbezüglich bitte an Ihren Berater in der Raiffeisenbank.

*) Der veröffentlichte Prospekt des Raiffeisen-Immobilienfonds in seiner aktuellen Fassung inklusive sämtlicher Änderungen seit Erstverlautbarung steht dem Interessenten unter www.rcm.at zur Verfügung. Die Performance wird von der Raiffeisen Immobilien Kapitalanlage-Gesellschaft entsprechend der OeKB-Methode, basierend auf Daten der Depotbank, berechnet. Ausgabe- und Rücknahmespesen werden nicht mitberücksichtigt. Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wertentwicklung in Prozent (ohne Spesen) unter Berücksichtigung der Wiederveranlagung der Ausschüttung. Wir weisen darauf hin, dass die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen kann. Die steuerliche Behandlung hängt von persönlichen Verhältnissen ab und kann künftigen Änderungen unterworfen sein. Alle Daten und Informationen wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt und überprüft; die verwendeten Quellen sind als zuverlässig einzustufen. Es gilt der Informationsstand zum Aktualisierungszeitpunkt. Eine Haftung oder Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen kann nicht übernommen werden. Die Informationen stellen weder ein Angebot, eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung noch eine Anlageanalyse dar. Sie dienen insbesondere nicht dazu, eine individuelle Anlage- oder sonstige Beratung zu ersetzen.